{"id":90,"date":"2015-11-16T07:01:12","date_gmt":"2015-11-16T07:01:12","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.tottleben.net\/?p=90"},"modified":"2015-11-16T07:01:12","modified_gmt":"2015-11-16T07:01:12","slug":"eile-mir-beizustehen-herr-du-meine-hilfe-psalm-3823","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.tottleben.net\/?p=90","title":{"rendered":"Eile, mir beizustehen, Herr, du meine Hilfe! Psalm 38,23"},"content":{"rendered":"<p>Tageslosung vom 11.11.2015<br \/>\nhttp:\/\/www.losungen.de\/<\/p>\n<p><strong>Eile, mir beizustehen, Herr, du meine Hilfe!\u00a0 Psalm 38,23<\/strong><\/p>\n<p><strong>Paulus schreibt:\u00a0Der Herr aber stand mir bei und st\u00e4rkte mich.\u00a0 2.Timotheus 4,17<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Leser,<\/p>\n<p>Das erste, was mir in den Sinn kommt, wenn ich den heutigen Losungstext lese ist: Ist das wirklich so? Ich kann mich tats\u00e4chlich an zahlreiche Gebete in meinem Leben erinnern, wo ich das Gef\u00fchl hatte: Da ist keiner, der mir hilft.<\/p>\n<p>Nicht, dass ich nie erlebt h\u00e4tte, dass Gott mir tats\u00e4chlich geholfen h\u00e4tte, wenn ich gebetet habe. Aber da gibt es auch die Erlebnisse, wo ich\u00a0nicht das Gef\u00fchl hatte, dass Gott mir wirklich beisteht.<\/p>\n<p>Und irgendwie pr\u00e4gen sich die Erlebnisse, wo ich dieses Gef\u00fchl der Gottesferne hatte st\u00e4rker ein als die, wo Gott geholfen hat. Ich wei\u00df nicht, ob das bei Ihnen auch so ist. Machen Sie doch mal die Probe! Erinnern Sie sich an drei Gebete, wo Gott geholfen hat und drei, wo er nicht geholfen hat. Welche Gebete sind Ihnen in st\u00e4rkerer Erinnerung? Was f\u00e4llt Ihnen zuerst ein? Ich vermute, viele von Ihnen erinnern sich- wie ich- zuerst eher an die unerh\u00f6rte Gebete. Ich m\u00f6chte heute mit Ihnen dar\u00fcber nachdenken, warum das so ist. Viele werden mit mir darin \u00fcbereinstimmen, dass Gott hilft. Wir haben einen helfenden Gott. Die meisten werden sein segensreiches Eingreifen sogar schon erlebt haben. Und doch sind wir in unserem Vertrauen zu Gott oft ersch\u00fcttert und durch unsere negativen Erfahrung blockiert.<\/p>\n<p>In den Losungstexten und dem dazugeh\u00f6rigen Lehrtext erfahren wir, dass uns Paulus und David da offenbar \u00e4hnlich sind. Sie haben Gott teils dramatisch erlebt, aber dennoch hat es Momente\/ Situationen in Ihrem Leben gegeben, in denen sie sich von Ihm verlassen f\u00fchlten.<\/p>\n<p>Um eine bessere Vorstellung zu bekommen, wie sehr David in seinen Gef\u00fchlen hin und hergerissen war lesen ich mal den ganzen Psalm 38. Ein Psalm Davids<\/p>\n<p><strong><em>HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn, und z\u00fcchtige mich nicht in deinem Grimm! Denn deine Pfeile sind in mich eingedrungen, und deine Hand hat sich auf mich herabgesenkt. Keine heile Stelle ist an meinem Fleisch wegen deiner Verw\u00fcnschung, nichts Heiles an meinen Gebeinen wegen meiner Verfehlung. Denn meine S\u00fcnden wachsen mir \u00fcber den Kopf, wie eine schwere Last sind sie zu schwer f\u00fcr mich. Es stinken, es eitern meine Wunden wegen meiner Torheit. Ich bin gekr\u00fcmmt, sehr gebeugt; den ganzen Tag gehe ich trauernd einher. Denn voll Brand sind meine Lenden, und keine heile Stelle ist an meinem Fleisch. Ich bin ermattet und ganz zerschlagen, ich schreie aus dem St\u00f6hnen meines Herzens. Herr, vor dir ist all mein Begehren, und mein Seufzen ist nicht vor dir verborgen. Mein Herz pocht, verlassen hat mich meine Kraft; und das Licht meiner Augen, auch das habe ich nicht mehr. Meine Lieben und meine Gef\u00e4hrten stehen fernab von meiner Plage, und meine Verwandten stehen von ferne. Die nach meinem Leben trachten, legen Schlingen; und die mein Ungl\u00fcck suchen, reden von Verderben und sinnen auf Betrug den ganzen Tag. Ich aber bin wie ein Tauber, h\u00f6re nicht, und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht aufmacht. Ja, ich bin wie ein Mann, der nicht h\u00f6rt, und in dessen Mund keine Entgegnungen sind.\u00a0\u00a0 Denn auf dich, HERR, harre ich; du, du wirst antworten, Herr, mein Gott. Denn ich sprach: &#8222;Da\u00df sie sich nicht \u00fcber mich freuen, beim Wanken meines Fu\u00dfes gro\u00dftun gegen mich.&#8220; Denn ich bin nahe am Straucheln, und mein Schmerz steht mir st\u00e4ndig vor Augen. Denn ich bekenne meine Schuld; ich bin bek\u00fcmmert wegen meiner Verfehlung. Meine lebendigen Feinde sind stark, und zahlreich sind, die ohne Grund mich hassen; ja, sie vergelten Gutes mit B\u00f6sem, sie feinden mich an, weil ich dem Guten nachjage. Verla\u00df mich nicht, HERR; mein Gott, sei nicht fern von mir! Eile zu meiner Hilfe, Herr, meine Rettung! <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Er verschweigt seine Zweifel gegen Gott nicht. Er glaubt sogar, dass Gott an dem Leid, das er erleidet, einen eigenen Anteil hat. Und doch findet er \u00fcber sein Gebet zur\u00fcck in die Arme eines helfenden und gn\u00e4digen Gottes. Obwohl David nahezu depressiv erscheint in dem, was er \u00e4u\u00dfert, gibt es etwas in ihm, was sich nicht davon abbringen l\u00e4sst, an Gottes Hilfe zu glauben. Was bringt ihn dazu? Was bringt David, bei allem was ihm zugemutet wird, doch immer wieder zu glauben und um Hilfe zu bitten? Wenn Sie Zeit habe, lesen Sie einmal einige von Davids Psalmen und sehen Sie, wie oft sich diese Geschichte wiederholt. David schreit seine Not f\u00f6rmlich laut heraus. Geradeaus, ohne den Versuch durch fromme Redewendungen Gott wohlgef\u00e4lliger zu sein. Und doch h\u00e4lt er am Ende immer an Gott fest. Und so macht es auch Paulus und anderen M\u00e4nnern und Frauen Gottes, die schwer gepr\u00fcft wurden. Freilich gibt es auch Gegenbeispiele. Der Philosoph Friedrich Nietzsche ist einer von ihnen. Er kam zu ganz anderen Ansichten. Er glaubte nicht oder vielleicht nicht mehr an Gottes Hilfe.<\/p>\n<p>Sein Psalm lautet: <strong>Wohin ist Gott??? Gott ist tot, Gott bleibt tot!!!<\/strong><\/p>\n<p>Den einen haben seine Erfahrungen, seine Beobachtungen, dahin gebracht sich von jeglicher Hoffnung auf Hilfe durch ein h\u00f6heres, wohlm\u00f6glich liebendes Wesen, energisch abzuwenden. Der andere hat nicht aufgeh\u00f6rt durch alles Verzweifeln hindurch Gott zu vertrauen. Was macht den Unterschied? Was bef\u00e4higte David zu glauben wenn keine sofortige Hilfe kommt und sich uns doch scheinbar negative Erinnerungen oft st\u00e4rker einpr\u00e4gen? Vielleicht ist die Antwort ganz einfach. KENNEN. David kannte Gott von Kindheit an. Er wusste aus langer, bewegter Zeit, wer Gott war und wie sein Wesen\/ sein Charakter ist. David besch\u00e4ftigte sich viel mit Gott. \u00a0Sein Leben war eng mit Gott verkn\u00fcpft. Wie kaum ein anderer teilte er Freud und Leid mit ihm. David hat nicht nur vom H\u00f6rensagen von Gott geh\u00f6rt. F\u00fcr ihn war er ein BeKANNTer. Er kannte ihn und war sein Freund. Und w\u00e4hrend dieser Zeit gemeinsam mit Gott, lernte er ihn immer besser kennen, war mehr und mehr begeistert und wuchs immer st\u00e4rker in das Vertrauen zu Gott hinein. Dieses miteinander leben pr\u00e4gte David so sehr, dass er auch in schwierigen Zeiten den Mut nicht verlor. Er wusste, auch wenn die Situation nicht so ausf\u00e4llt, wie er sich das w\u00fcnschte: Gottes Charakter bleibt best\u00e4ndig derselbe und es lohnt sich Ihm auch im Dunkeln zu vertrauen. Nicht der Moment, das eher kurzfristige Erleben pr\u00e4gten seinen Glauben, sondern die Summe seiner Erfahrungen, seines jahrelangen Erlebens mit Gott. Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass unsere Begegnungen mit dem lebendigen Gott \u00fcber unseren Glauben und unser Vertrauen entscheiden, nicht so sehr die sofortige Hilfe, so wichtig sie auch sein kann. Die Qualit\u00e4t unserer Beziehung zu Gott pr\u00e4gt unser Denken und Handeln weit mehr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tageslosung vom 11.11.2015 http:\/\/www.losungen.de\/ Eile, mir beizustehen, Herr, du meine Hilfe!\u00a0 Psalm 38,23 Paulus schreibt:\u00a0Der Herr aber stand mir bei und st\u00e4rkte mich.\u00a0 2.Timotheus 4,17 Liebe Leser, Das erste, was mir in den Sinn kommt, wenn ich den heutigen Losungstext lese ist: Ist das wirklich so? 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